85 PS erscheinen mir etwas wenig für ein Schiff dieser Größe. Ist eine stärkere Motorisierung möglich?
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Ziel der Entwicklung war es, einen möglichst günstigen Verbrauch bei Marschfahrt / Kanalfahrt zu erzielen. Deswegen besitzt der Rumpf eine ausgeprägte Verdrängerform, braucht wenig Treibstoff und verursacht kaum Wellen. Nachteil dieser Form ist, dass sich auch mit höheren Leistungen keine Geschwindigkeiten über der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit (9,2kn) erzielen lassen.
Die schiffbauliche Berechnung der erforderlichen Leistung (am Propeller) ergab ca. 25 kW für Marschfahrt (6,5 kn). Dies bestätigte sich in der Praxis. Ab dieser Geschwindigkeit nimmt der Treibstoffverbrauch exponential zu:
- 5,5 kn = 5 l/h
- 6,5 kn = 8 l/h
- 7,5 kn = 16 l/h
- 7,8 kn = 22 l/h
In der Praxis hat sich gezeigt, dass Drehzahlen über 2000 U/min keinen nennenswerten Geschwindigkeitszuwachs mehr bringen. Deswegen haben wir uns für die Serie für einen 85PS-Motor von Deutz entschieden. Im Gegensatz zum Prototyp-Motor (Iveco - 100PS) ist dieser leichter, hat weniger Hubraum und verbraucht deswegen auch noch etwas weniger Treibstoff.
Bisher sind wir mit der zur Verfügung stehenden Leistung gut zurechtgekommen. Sowohl auf dem Rhein als auch auf der Donau haben wir gegen den Strom immer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 7 km/h erzielt (die Berufsschiffahrt fährt auch nicht schneller - ausser die Containerfrachter auf dem Rhein).
Auf Wunsch ist es jedoch möglich, eine stärkere Antriebsleistung einzubauen. Da jedoch nicht nur der Motor sondern auch die Hydraulikkomponenten geändert werden müssen, ist mit einem erheblichen Mehrpreis zu rechnen. Sinn macht das Ganze eigentlich nur dann, wenn gleichzeitig der Rumpf verlängert wird. Durch die verlängerte Wasserlinie ergibt sich dann auch eine höhere mögliche Geschwindigkeit.
Weshalb wurde als Material für den Rumpf Aluminium gewählt?
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Metall sollte es aus Gründen der Festigkeit und wegen der Flexibilität beim Bau (keine Form notwendig) auf jeden Fall sein. Gegen Stahl sprach letztendlich trotz der preislichen Vorteile die Korrosionsanfälligkeit und der damit verbundene erhebliche Pflegeaufwand. Das von uns verwendete seewasserfeste Aluminium ist unter der Voraussetzung einer fachgerechten Verarbeitung (siehe Elektrik - galvanische Trennung) absolut korrosionsbeständig und bedarf nur eines sehr geringen Pflegeaufwandes.
Kann die Aufteilung der Räumlichkeiten nach meinen Wünschen geändert werden und was kosten die Änderungen?
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Die Innenwände haben keine tragenden Funktionen und können fast beliebig angeordnet werden. Je nach Umfang der Änderungen kann ein Mehrpreis anfallen, insbesondere wenn Wasser- u. Abwasserführung betroffen sind (Tanks). Es kann jedoch auch ein Minderpreis entstehen, wenn beispielsweise auf gewisse Umfänge verzichtet wird.
Kann die Einrichtung nach meinen Wünschen geändert werden?
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Einer der wesentlichen Vorteile unseres Konzeptes ist die Verwendung von normalen Möbeln. Hierdurch kann jeder Eigner sein Schiff individuell ausstatten. Die Standardausstattung genügt bereits gehobenen Ansprüchen, deswegen ist eine Änderung meistens mit keinen oder nur sehr geringen Mehrkosten verbunden.
Ich möchte auf eigenem Kiel nach England fahren. Wie seetauglich ist das Hausboot?
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Das Hausboot ist für Kategorie C, d.h. küstengewässertauglich konstruiert. Die Höhe des Buges beträgt ca. 1,45 m über Wasserlinie, die seitliche Gangbordhöhe beträgt 0,75m, der seitliche Aufbau ist komplett wasserdicht. D.h. im Notfall, dass das Boot auch einiges an schlechtem Wetter vertragen kann.
Die Testfahrten auf Unterelbe (5 Bft von vorne, kurze und steile Wellen) und Ostsee (6 Bft von achtern, 1,5m Wellenhöhe) haben gezeigt, dass das Schiff durchaus seegängig ist. Um das Seegangsverhalten weiter zu verbessern, wurde dem Bug noch eine etwas schlankere Form gegeben, damit er nicht mehr so hart in die Wellen eintaucht.
Ein klarer Nachteil der Knickspantkonstruktion darf aber nicht verschwiegen werden: durch die hohe Formstabilität des Rumpfes ergibt sich eine kurze Rollfrequenz. Wellen über 0,5m von der Seite mag das Schiff überhaupt nicht! Sobald die Wellen jedoch schräg von vorne oder achtern kommen, sind auch 1,5m kein Problem. Zur Not muss dann eben etwas gekreuzt werden, um ans Ziel zu kommen.
Allerdings passt die Schaukelei irgendwie nicht so recht zum Hausbootfeeling und insbesondere meine Frau war immer wieder froh, wenn wir wieder in geschützten Gewässern waren ...
Ich möchte das Schiff auf 20m verlängern und auch eine Garage für ein Auto integriert haben. Ist das möglich?
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Eine Verlängerung auf 20m ist ohne eine grosse Konstruktionsänderung möglich. Es werden lediglich im Mittelteil entsprechende Segmente eingefügt, der Bug und das Heck ändern sich nicht.
Eine Garage für einen Kleinwagen (z.B. BMW Mini) lässt sich auch bei 15m Länge unterbringen, allerdings nur in der Version mit einem Schlafzimmer. Die Garage befindet sich dann unter dem Doppelbett und wird hydraulisch angehoben bzw. abgesenkt. Das Bett ist dann leicht erhöht (ca. 90cm mit seitlichen Stufen zum "Einsteigen") und bildet das "Dach" der Garage.
Der Verkaufspreis bezieht sich auf Abholung von der Werft. Kann ich das Schiff auch geliefert bekommen?
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Selbstverständlich vermitteln wir für Sie auch einen Transport zum Ziel Ihrer Wahl. Entweder auf eigenem Kiel oder als Fracht auf einem Binnenschiff. Ein Transport über Land ist jedoch auf Grund der Breite und Höhe ausgeschlossen. Auftraggeber für den Transport ist der Käufer, der auch die Kosten für Fracht und Versicherung übernimmt. Die Abnahme des Schiffes bei uns im Werk und der Eigentumsübergang an Sie durch darauffolgende Abschlusszahlung bleiben davon unberührt.